Wie können wir mit unserem Verhalten im Alltag zum Klima- und Umweltschutz beitragen? Um dieser Frage nachzugehen, starten wir zum Thema „Nachhaltiger Konsum und Müllvermeidung“ ein Projekt, an dem alle herzlich eingeladen sind teilzunehmen:
Plastikfasten – ein Feldversuch zur Müllreduzierung!
Warum machen wir das?
In der Fastenzeit verzichten die meisten auf Süßigkeiten, Alkohol, Zigaretten, Fleisch oder Ähnliches. Wir dachten, warum nicht mal bei einer anderen großen „Sünde“ ansetzen? Unserem Müll.

In unseren Ozeanen sammelt sich immer mehr Plastikmüll, sie verkommen zum Plastikendlager. Waren Plastikprodukte für uns früher noch Luxus, werden sie uns jetzt zum Verhängnis. Es ist Zeit, etwas zu ändern. Zeit, sich Gedanken um seinen eigenen Plastikverbrauch zu machen, um der Welt nicht noch mehr zu schaden.
Plastik ist nützlich und allgegenwärtig, wirkt jedoch schädlich auf Klima, Umwelt und den Menschen ein.
Die Klimabelastung durch Plastik beginnt schon in der Herstellung. Das geförderte Rohöl, die Produktion und der Transport führen zu CO2-Emissionen, die den Treibhauseffekt beschleunigen. Deshalb entlastet allein die Vermeidung von Plastik das Klima und die Umwelt.
In Deutschland wird mehr als die Hälfte des Plastiks nach Benutzung „energetisch wiederverwertet“, sprich verbrannt. Bei der Müllverbrennung wird der im Rohöl enthaltene Kohlenstoff als CO2 wieder freigesetzt. Jedes Kilogramm Kunststoffverpackungen, das getrennt und recycelt wurde, spart gegenüber der Müllverbrennung fast 1,3 Kilogramm CO2 und entlastet damit das Klima. Noch besser ist es, wenn Plastik erst gar nicht erzeugt und benutzt wird.

Die Entsorgung von Plastik ist das größte Umweltproblem. Über Flüsse und auf direktem Weg gelangen jährlich mehrere Millionen Tonnen Plastik in die Weltmeere. Dort braucht es Jahrhunderte, bis sich die Stoffe biologisch zersetzen. Mittlerweile haben sich in den Ozeanen aus den großen Mengen Plastik sogenannte „Plastikstrudel“ oder „Plastik-Inseln“ gebildet. Das Plastik beeinträchtigt viele verschiedene Arten in den Ozeanen. Regelmäßig verenden Meerestiere und Vögel im Müll oder verwechseln Plastik mit Nahrung. Das kann zum Hungertod führen, da sie gesunde Nahrung nicht mehr aufnehmen können.
Auch auf den Menschen hat Plastik eine ungesunde Wirkung. Durch die mechanische Zersetzung werden schädliche Stoffe wie Weichmacher freigesetzt, die Krebs auslösen oder Unfruchtbarkeit verursachen können. Der Mensch nimmt diese Stoffe durch die Luft, über die Haut und vor allem über die Nahrung auf.
Wir haben uns entschlossen das Thema Plastikkonsum näher zu betrachten und im Rahmen des Plastikfastens Möglichkeiten der Reduktion zu finden und auszuprobieren. Jeder kann mitmachen.
Wann machen wir das?
– Start Aschermittwoch 26.02.2020
– Ende Karfreitag 10.04.2020
- Wie machen wir das?
- vorher den Inhalt der gelben Säcke genauer anschauen und fotografisch dokumentieren
- beim Einkaufen gezielt zu plastikfreien Produkten greifen
- Austausch und Bericht (wo lässt sich Plastik gut einsparen, wo hapert es an Alternativen)
- weitere Fotos der gelben Säcke machen
- Kostenvergleich zwischen plastikfreien und herkömmlichen Produkten
- Was lässt sich in den Alltag mitnehmen?
Wir haben Euch zum Einstieg ein paar Tipps zur Plastikvermeidung zusammengestellt. Schaut auf unsere Seite „Tipps für weniger Plastikmüll“
Ansprechpartner: Johanna Bismark-Haas
Anmeldung an j.bismark-haas@klimaschutzgruppe-algermissen.de
Falls Fragen bestehen oder weitere Informationen gewünscht sind, einfach per obiger E-Mail schreiben.